Ein Hollywoodlächeln ist nicht alles – es kommt immer auf das Ganze an!

Über die Möglichkeiten der ganzheitlichen Kieferorthopädie

BOULEVARD im Gespräch mit Christine Eickhorst. Die Zahnärztin aus der Rhön stellt uns heute eine noch we- nig bekannte, alternative Möglichkeit der Behandlung von Kieferfehlstellungen vor: die sogenannte ganzheitliche Kieferorthopädie.


Was unterscheidet die ganzheitliche von der schulmedizinischen Kiefernorthopädie?

Christine Eickhorst: Die schulmedizinische Kieferorthopädie kon- zentriert sich auf bestimmte Bezugspunkte und -linien im Fernröntgenseitenbild und auf bestimmte Normwerte der Kiefer und Zähne auf Modellen. Leider wird hierbei nur die augenblickliche Größe des Kiefers und der Zähne gemessen. Die schulmedizinische Kieferorthopädie beachtet nicht, dass beim Wachstumsschub selbstverständlich auch die Kiefer mitwachsen, während die Zähne ihre Größe beibehalten, und dass deshalb nur in ganz seltenen Fällen die Extraktion bleibender gesunder Zähne zu rechtfertigen ist. Fehlende Zähne stellen grundsätzlich eine Gefahr für die Entwicklung des Kiefergelenkes und des Gesichts- schädels dar.

In der schulmedizinischen Kieferorthopädie werden mit festsit- zenden Apparaten (sog. „ Brackies“) starke Kräfte mobilisiert, die schnell die Zähne bewegen und ein „ Hollywoodlächeln“ herbei zaubern. Dieses Lächeln muss jedoch oft noch jahrelang durch ein Retentionsgerät (festsitzender „ Draht “ ) gehalten werden, da es sonst zu Rückfällen kommt, die wiederum behandelt werden müssen.

Im Gegensatz zur schulmedizinischen Kieferorthopädie werden in der ganzheitlichen Kieferorthopädie nicht nur die Symptome behandelt. Die ganzheitliche Kieferorthopädie versucht durch körpereigene Kräfte, die beim Schlucken, Sprechen, Lachen, Zungen- und Wangendruck usw. auf das Funktionskieferorthopädie-Gerät wirken, Einfluss auf das gesamte System zu nehmen.

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Ein Bionator – ein funktionskieferorthopädisches Gerät, welches in der ganzheitlichen Kieferorthopädie eingesetzt wird.

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Christine Eickhorst praktiziert als Zahnärztin in der Praxis ihrer Mutter Dr. Marion Fitzner in Stadtlengsfeld.
Sie studierte Zahnmedizin an der Uni Hamburg und hat sich auf ganzheitliche Kieferorthopädie spezialisiert.

 

Wie weit reicht die Wirkung einer ganzheitlichen kieferorthopädischen Behandlung?

Christine Eickhorst: Es werden nicht nur die Zähne gerichtet, sondern es wird z. B. darüber hinaus auch Einfluss auf

genommen und diese positiv beeinflusst.

 

Mit welchen Hilfsmitteln arbeitet die ganzheitliche Kieferorthopädie und wie funktionieren diese?

Christine Eickhorst: Funktionskieferorthopädische Geräte wie z. B. Bionator, Funktionsregler und Aktivator sind herausnehmbare Geräte, liegen locker im Mund und wirken auf beide Kiefer gleichzeitig. Besonders wirksam sind sie, wenn sie von Kindern und Jugendlichen in den Wachstumsphasen getragen werden. Sie täuschen den optimalen Mundraum vor (simulieren den optimalen Mundraum), indem die Kiefer gut übereinander stehen und die Zähne einen harmonischen Bogen formen.

 

Durch die körpereigenen Kräfte wird das Gerät aktiviert und unter anderem

Das Funktionsprinzip der ganzheitlichen Kieferorthopädie beruht auf dem Nutzen und Fördern der natürlichen Prozesse wie Entwicklung, Reifung, Wachstum und das In-Gang-Setzen der Selbstheilungskräfte.


An wen können sich interessierte Patienten im Bedarfsfall wenden?

Nähere Informationen und Termine erhalten Sie telefonisch unter der Rufnummer 03 69 65-6 12 16 oder schreiben Sie uns eine Mail an die info@dr-fitzner.de. Wir beraten Sie gerne.