Tinnitus auf den Zahn gefühlt

Kann eine Kieferfehlstellung die Ohrgeräusche verursachen?

BOULEVARD im Gespräch mit Dr. med. Marion Fitzner:
Die Zahnärztin aus der Rhön hat einen Weg gefunden, Tinnitus durch die Korrektur des Kiefers zu behandeln - die bahnbrechende Entwicklung hierzu ist die "Copa-Schiene modifiziert nach Dr. Fitzner"
Mit dieser Methode können selbst komplizierte Kiefergelenkfehlstellungen korrigiert werden und damit eine Vielzahl von Krankhitsbildern verbessert werden.

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Ohrgräusche, Tinitus - liegt die Ursache womöglich im Kiefegelenk?

Da klingeln einem aber die Ohren!!!
Für manche nur ein Spruch, für viele aber ein alltägliches Leiden. Wie kommt es dazu?

Dr. Fitzner: Vor allem nachts, wenn wir unbewusst unsere Probleme „durchkauen", müssen unsere Zähne und unser Kiefergelenk einem wahnsinnig hohen Kaudruck standhalten.Psychischer Stress führt zum Zähneknirschen und verstärkt die Beschwerden zusätzlich.
Wenn jetzt Ober- und Unterkiefer nicht optimal aufeinander liegen, kann es zu schweren Folgen kommen. Die betroffenen Patienten leiden unter Ohrensausen, Ohrenklingeln, ständigem Brummen,Rauschen und dergleichen.


Was wird dagegen getan?

Dr. Fitzner: Die Patienten kennen nicht die Ursache und oft werden leider nur die Symptome durch z. B. Schmerzmittel oder Spritzen bekämpft - ohne dass eine wirklich dauerhafte Besserung bzw. vollständige Genesung eintritt.

Wie kommen die Ursachen zustande und wie sieht Ihre Therapie aus?

Dr. Fitzner: Ein falscher Biss und die daraus folgende Knorpelschädigung sowie die Arthrose des Kiefergelenkes werden als Cranio-Mandibuläre-Dysfunktion kurz CMD bezeichnet.
Anzeichen wie häufiges Zähnepressen und Zähneknirschen, Knacken im Kiefergelenk z. B. bei der Mundöffnung oder überhaupt Schwierigkeiten beim öffnen des Mundes deuten auf eine Problematik hin, die eine Ursache für Tinnitus sein kann.
Eine Fehlstellung des Kiefergelenkes ist genauso häufig bei Patienten mit zu hohen oder zu niedrigen Füllungen, Kronen oder Brücken, aber auch zu hohen oder zu niedrig gearbeitete Prothesen, Zahnwanderung, unerwünschte Folgen einer kieferorthopädischen Behandlung oder auch fehlenden Zähnen.
Diese Fehlstellung des Kiefergelenkes kann eine mögliche Ursache für Tinnitus sein.
Genau hier setzt unsere Therapie an. Jeder Patient wir bei uns individuell beraten und behandelt. Wir versuchen, die Ursachen zu beseitigen, stat nur die Symptome zu behandeln. Das Grundprinzip der Behandlung besteht in der Anfertigung einer Spezialschiene, mit der Sie den richtigen Biss finden und sodie Fehlstellung Ihres Kiefergelenk korrigiert werden. Die Schiene besteht aus transparentem Kunststoff und wird deshalb auch kaum von anderen wahrgenommen.

 

Wann kann ich mit einer Behandlung und ersten Resultaten rechnen?

Dr. Fitzner: Die „Capa-Schiene modifiziert nach Dr. Fitzner" (Craniomandibuläre-orthopädisehe Positionierungsapparatur} wird dann ca. ein halbes Jahr getragen.In dieser Zeit werden Sie merken, dass sich Ihre Symptome deutlich gebessert haben oder dass Sie sogar schon ganz von Ihren Beschwerden befreit sind.Nach dieser Zeit können Sie sich entscheiden, ob sie die Copa­ Schiene modifiziert nach Dr. Fitzner weiterhin tragen möchten oder ob dieser richtige Biss durch eine spezielle zahnärztliche Behandlung umgesetzt werden soll.

Alles ist möglich, wir beraten Sie gerne.

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Die "Copa-Schiene modifiziert nach Dr. Fitzner" ist nicht zu vergleichen mit einer herkömmlichen Knirscherschiene

 

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Frau Dr. Marion Fitzner ist seit 1978 Zahnärztin. Sie promovierte 1985 zum Dr. med. und setzt seit über 10 Jahren die von ihr modifizierte Copa­ Schiene erfolgreich zur Behandlung von Tinnitus-Patienten ein. Seit 1990 arbeitet sie in eigener Praxis in Stadtlengsfeld (Rhön). Die Praxis hat sich spezialisiert auf die Behandlung von Kiefergelenk- und Zahnfleisch-Problemen.